Überwachungskamera richtig platzieren: 6 sinnvolle Positionen rund ums Haus

Überwachungskamera richtig platzieren: 6 sinnvolle Positionen rund ums Haus

Eine gute Überwachungskamera ist nur so hilfreich wie ihr Standort.

Wird sie zu hoch montiert, sind Gesichter möglicherweise kaum zu erkennen. Zeigt sie in die falsche Richtung, entstehen unnötige tote Winkel. Und wenn der wichtigste Bereich nur am Rand des Bildes liegt, bringt selbst eine hohe Auflösung wenig.

Für Hausbesitzer lohnt es sich deshalb, vor der Montage genau zu überlegen, welche Bereiche tatsächlich überwacht werden sollen.

1. Direkt am Hauseingang

Die Haustür gehört zu den wichtigsten Bereichen eines Hauses.

Hier kommen Besucher, Paketdienste und Handwerker an. Gleichzeitig handelt es sich meist um den am häufigsten genutzten Zugang zum Gebäude.

Eine Kamera sollte den Bereich vor der Tür möglichst frontal oder leicht seitlich erfassen. So lassen sich Personen besser erkennen, als wenn die Kamera ausschließlich von oben auf den Eingangsbereich blickt.

Alternativ kann eine Videotürklingel eingesetzt werden.

Die Hesler Door Series D200 bietet beispielsweise eine 2K WLAN-Videotürklingel mit Akku. Für eine detailliertere Ansicht eignet sich die Door Series D260 mit 6-fachem Zoom.

2. Einfahrt und Grundstückszufahrt

Die Einfahrt ist besonders interessant, weil Bewegungen hier häufig schon erkannt werden können, bevor jemand direkt am Haus angekommen ist.

Eine Kamera sollte möglichst:

  • den Zufahrtsbereich erfassen

  • Fahrzeuge und Personen gut sichtbar aufnehmen

  • nicht direkt gegen starke Lichtquellen ausgerichtet sein

  • einen möglichst freien Blick auf die Einfahrt haben

Bei größeren Grundstücken kann zusätzlich ein separater Bewegungsmelder sinnvoll sein.

Der Hesler Guard Series G200 ist beispielsweise ein solarbetriebener Funk-Bewegungsmelder für Einfahrten und kann dabei helfen, Aktivitäten bereits weiter vom Haus entfernt zu erkennen.

3. Garage und Carport

Garagen und Carports enthalten häufig mehr als nur ein Fahrzeug.

Fahrräder, Werkzeuge, Gartengeräte oder anderes Zubehör machen diesen Bereich ebenfalls interessant.

Eine Kamera sollte hier idealerweise sowohl den Zugang als auch einen Teil der angrenzenden Einfahrt erfassen.

Für größere Flächen eignen sich Modelle mit breitem Sichtbereich oder mehreren Objektiven.

Die Hesler Guardian P360 kombiniert beispielsweise eine 4K-Auflösung mit einem Dual-Objektiv-System und eignet sich deshalb besonders für Bereiche, bei denen eine größere Fläche überwacht werden soll.

4. Terrasse und Garten

Während die Vorderseite eines Hauses häufig gut einsehbar ist, befinden sich Terrasse und Garten meist auf der geschützteren Rückseite des Grundstücks.

Gerade dort können Kameras sinnvoll sein.

Bei der Montage sollte darauf geachtet werden, dass relevante Zugänge wie Terrassentüren, Gartentore oder Wege im Bild liegen.

Für größere Gartenbereiche kann eine Kamera mit motorisierter Bewegung sinnvoll sein.

Die Hesler Home Series G720 bietet beispielsweise eine 360° Auto-Tracking-Funktion. Dadurch kann die Kamera erkannte Bewegungen innerhalb ihres Erfassungsbereichs verfolgen.

5. Seiten- und Kellereingänge

Nebeneingänge werden bei der Planung häufig vergessen.

Dazu gehören:

  • Kellertüren

  • Seiteneingänge

  • Zugänge zur Garage

  • Türen zum Hauswirtschaftsraum

  • Durchgänge zwischen Haus und Garten

Gerade diese Bereiche liegen häufig außerhalb des direkten Sichtfelds von Straße oder Nachbargrundstück.

Eine kompakte Kamera oder ein zusätzlicher Bewegungsmelder kann hier sinnvoller sein als eine weitere Kamera direkt an der Vorderseite des Hauses.

6. Dunkle Wege und Hausecken

Nicht jeder Bereich benötigt zwingend eine Kamera.

Manchmal ist bessere Beleuchtung bereits ein sinnvoller erster Schritt.

Dunkle Hausecken, Wege zwischen Garage und Haustür oder seitliche Zugänge können mit einem Bewegungslicht deutlich übersichtlicher werden.

Der Hesler GuardLight L7000 kombiniert einen LED-Sicherheitsstrahler mit Bewegungsmelder und eignet sich beispielsweise für schlecht beleuchtete Bereiche rund ums Haus.

Beleuchtung und Überwachungskamera können sich dabei ergänzen: Das Licht verbessert die Sicht, während die Kamera den Bereich dokumentiert.

Wie hoch sollte eine Überwachungskamera montiert werden?

Eine Kamera sollte hoch genug angebracht werden, damit sie nicht einfach erreichbar ist – aber gleichzeitig nicht so hoch, dass hauptsächlich Köpfe von oben zu sehen sind.

In vielen Situationen ist ein Montagepunkt ungefähr auf Höhe des ersten Stockwerks oder etwas darunter sinnvoll.

Entscheidend ist allerdings weniger eine bestimmte Zentimeterzahl als der tatsächliche Bildausschnitt.

Vor der endgültigen Montage empfiehlt es sich deshalb, die Kamera zunächst provisorisch zu positionieren und das Livebild über die App zu kontrollieren.

Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Auch die Blickrichtung spielt eine wichtige Rolle.

Eine Kamera, die permanent direkt in die Sonne oder eine starke Außenbeleuchtung blickt, kann insbesondere morgens oder abends Schwierigkeiten mit starken Helligkeitsunterschieden bekommen.

Wenn möglich, sollte die Kamera daher so positioniert werden, dass die wichtigsten Bereiche gleichmäßig ausgeleuchtet sind.

Auch stark reflektierende Flächen direkt vor dem Objektiv können die Bildqualität beeinflussen.

Weniger Kameras, besser positioniert

Mehr Kameras bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus können wenige gut platzierte Geräte häufig sinnvoller sein als zahlreiche Kameras mit überlappenden oder schlecht gewählten Blickwinkeln.

Ein einfaches Grundkonzept könnte beispielsweise so aussehen:

Haustür + Einfahrt + Garten oder Terrasse

Damit werden bereits drei zentrale Bereiche des Grundstücks abgedeckt.

Weitere Kameras können anschließend dort ergänzt werden, wo tatsächlich noch tote Winkel bestehen.

Vor der Montage: Grundstück einmal ablaufen

Bevor Sie eine Kamera installieren, gehen Sie einmal bewusst um Ihr Haus.

Überlegen Sie dabei:

Wo würde sich eine Person dem Haus wahrscheinlich nähern?

Welche Türen sind von außen erreichbar?

Welche Bereiche sind nachts besonders dunkel?

Wo stehen Fahrzeuge, Fahrräder oder andere wertvolle Gegenstände?

Welche Stellen können Sie aus dem Haus selbst schlecht einsehen?

Auf diese Weise lässt sich meist schnell erkennen, wo eine Kamera wirklich sinnvoll ist.

Fazit

Die richtige Position ist mindestens genauso wichtig wie die technischen Eigenschaften einer Überwachungskamera.

Haustür, Einfahrt, Garage, Garten und Nebeneingänge gehören zu den Bereichen, die Hausbesitzer bei der Planung besonders berücksichtigen sollten.

Statt möglichst viele Geräte zu installieren, lohnt es sich, zunächst die wichtigsten Zugänge und Bewegungswege zu identifizieren.

So entsteht Schritt für Schritt ein übersichtliches Sicherheitssystem, das zum eigenen Grundstück passt.